Krankheiten bei Hunden aus dem Ausland

Überblick

Zeckenübertragene Krankheiten

Anaplasmose
Symptome: Fieber, Müdigkeit, Gelenkentzündungen
Therapie: Antibiotika
Vorbeugung: Zeckenschutz

Babesiose (Hunde-Malaria)
Symptome: Hohes Fieber, dunkler Urin, Blutarmut
Gefahr: Kann akut tödlich verlaufen
Vorbeugung: Zeckenschutz

Borreliose
Symptome: Lahmheit, Gelenkentzündungen, später Organprobleme
Vorbeugung: Zeckenschutz, teilweise Impfung möglich

Ehrlichiose
Übertragung: Braune Hundezecke (v. a. Südeuropa)
Symptome: Schwäche, Nasenbluten, Blutungsneigung
Gefahr: Oft chronischer Verlauf ohne Behandlung

Durch Mücken übertragene Krankheiten

Herzwurm (Dirofilariose)
Befall: Herz und Lunge
Symptome: Husten, Atemnot, Schwäche
Gefahr: Unbehandelt häufig tödlich
Vorbeugung: Regelmäßige Entwurmung und Mückenschutz

Haut-Fadenwurm (Dirofilaria repens)
Symptome: Bewegliche Knoten unter der Haut
Gefahr: Meist weniger schwerer Verlauf

Sandmücken-übertragene Krankheit

Leishmaniose
Übertragung: Sandmücke (Mittelmeerraum)
Symptome: Gewichtsverlust, Hautveränderungen, übermäßiges Krallenwachstum, Organprobleme (v. a. Niere)
Gefahr: Unbehandelt meist tödlich
Therapie: Nicht heilbar, aber behandelbar
Wichtig: Regelmäßige Bluttests bei Auslandshunden

Weitere Parasiten

Hepatozoonose
Übertragung: Aufnahme infizierter Zecken
Symptome: Fieber, Muskelschwäche, Gewichtsverlust

Giardien
Übertragung: Kot, verunreinigtes Wasser
Symptome: Durchfall, Blähungen
Besonderheit: Auf Menschen übertragbar (Zoonose)
Behandlung: Medikamente und konsequente Hygiene

Viele Hunde aus Süd- und Osteuropa (z. B. Bulgarien, Rumänien, Italien, Spanien, Portugal) können bestimmte Infektionskrankheiten mitbringen. Einige sind gut behandelbar, andere können chronisch oder lebensbedrohlich werden.

Wichtige Maßnahmen für Halter

  • Konsequenter Zecken- und Mückenschutz

  • Regelmäßige Entwurmung

  • Bluttests, insbesondere auf Leishmaniose

  • Bei Krankheitssymptomen immer das Herkunftsland des Hundes angeben